Titel und Zwangsvollstreckungsmaßnahmen

Was tun, wenn sich der Gerichtsvollzieher ankündigt?

Nur wenn Ihr Gläubiger einen Vollstreckungsbescheid und somit einen Titel erwirkt hat, besitzt er verschiedene Möglichkeiten, um seine Forderungen einzutreiben. Er kann den Gerichtsvollzieher zu Ihnen schicken. In der Regel wird ein Termin in seinem Büro stattfinden. Nehmen Sie den Termin wahr. Bei Öffentlichen Gläubigern kommt der Vollstreckungsbeamte.

Was macht der Gerichtsvollzieher?

Vermögensauskunft einholen
Durch die Abgabe der Vermögensauskunft gewinnt der Gläubiger Informationen über Ihre finanziellen und Beschäftigungsverhältnisse.

Sachpfändung im Haushalt
Eine Sachpfändung erfolgt durch den Gerichtsvollzieher bzw. Vollstreckungsbeamten in Ihrer Wohnung. Es wird nach verwertbaren Gegenständen geschaut. Der Gläubiger kann durch die gewonnenen Informationen folgende weitere Zwangsvollstreckungsmaßnahmen einleiten:

Kontopfändung
Ihr Konto wird gesperrt, Sie können nicht mehr ohne weiteres über ein Guthaben auf Ihrem Konto verfügen. Seit dem 01.01.2012 gibt es nur eine Lösung: Die Umstellung des Kontos in ein P-Konto (Pfändungsschutzkonto)

Lohn- und Gehaltspfändung
Nach der Pfändungstabelle wird beim Arbeitgeber berechnet, was an Sie ausgezahlt wird und was an den Gläubiger geht. Hier wird die Zahl der Personen berücksichtigt, für die Sie gesetzlich zum Unterhalt verpflichtet sind. Sprechen Sie rechtzeitig mit Ihrem Gläubiger: Weisen Sie auf einen möglichen Arbeitsplatzverlust hin.